philips: Sender wird mehrfach + an falscher Stelle empfangen
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Guten Tag.
Ich kann die Ursache für die unten beschriebenen Fehler nicht finden.
Der "BIN.186U" wurde 1949 in Indonesien von Philips gefertigt bzw. zusammengebaut.
Das Gerät empfängt nur Kurzwelle (2,3 bis 9,8 MHz)
Als Vorlage zum Zusammenbau und zur Abstimmung gibt es genaue Zeichnungen und Anweisungen.
(siehe beim Gerät hier und den hier gezeigten Original-Schaltplan)

Nach dem Auswechseln der Elkos, einiger Kondensatoren und Widerstände hatte das Gerät gute Empfindlichkeit und gute Verstärkung.
Ich nehme an, dass das Gerät für den täglichen Gebrauch bestimmt war.
Trotz aller sorgfältigster Abstimmung ist es mir aber nicht gelungen folgende Fehler zu beseitigen:
1. Die Frequenzen werden nicht auf der richtigen Stelle der Skala empfangen (auch nicht ungefähr).
2. Die Frequenzen werden mehrmals auf der Skala mit guter Lautstärke empfangen.
Beispiel: Ö1 International, nur eine Sendefrequenz: 6.155 kHz,
auf der Skala auf etwa
ca. 7 200 kHz, mäßig lauter Empfang
ca. 3 200 kHz, sehr lauter Empfang
ca. 2 700 kHz, lauter Empfang
Ich habe bei meiner Suche nach Fehlern zwei alte (!), falsche Lötverbindungen gefunden.
Die Korrektur nach dem Schaltplan hat in den beiden Frage-Punkten 1. Und 2. keine Änderung gebracht.
Im Moment weiß ich nicht wo ich weitersuchen soll.
Falls Sie eine Idee haben, ich freue mich über jede Anregung.
MfG
U. Zimmermann
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Hallo .
gehe Sie doch einmal so vor.
Welche Frequenz hat der Oszillator wenn der Drehko voll eingedreht oder der Zeige bei 2,4MHz steht?
knoll
Edit: neu
wenn C6, C7 oder C12 einen (Masse)-Kurzschluss hatt, liegt er Osz._Drehko bei einem C.-max von 470pF statt empirisch gerechneten 352pF. (C12 mit 300pF angenommen) Fo liegt damit zu tief
knoll
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Hallo Herr Knoll.
Vielen Dank für Ihre Antwort.
Ich werde Ihre Vorschläge nach und nach abarbeiten und Sie und das Forum entsprechend informieren.
MhG
U. Zimmermann
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Hallo Herr Zimmermann
Nachdem Sie schon vieles gemacht haben, kann mann Ihnen nur helfen, wenn bekannt ist wo der Oszilator steht. Dann kann man auch ihre Beobachtungen an der Skala erklären, ohne eine Glaskugel zu bemühen ;-) .
Soll: Drehko eingedreht (Cmax) 2.752KHz Drehko ausgedreht (Cmin) 10.252Khz.
Jeder der eine Lösung kennt ist eingeladen.
Ich meine nach wie vor, die Verkürzer (C-Serie) vom Osc-Drehko bringen das Problem voran.
Die Zeit wird es bringen!
Knoll
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Guten Morgen Herr Knoll.
Ich möchte, um Missverständnisse zu vermeiden, den abstimmungstechnischen Zustand
des Gerätes beschreiben.
- Die Zwischen-Frequenz (452 kHz) ist genau nach Geräteanleitung geeicht
- Die entsprechenden 4 Kerne sind mit Kerzenwachs befestigt.
- Der Antennen-Kreis und der Oszillator-Kreis sind genau nach Geräteanleitung geeicht.
(Drehko C7 und C7 vollständig eingedreht, dann Zeiger sorgfältig auf 2,4 MHz der Skala gestellt,
Das Gerät mit Hilfe von C12 und der vom Signalgenerator kommenden, geprüften Frequenz
von 2.400 kHz auf 2,4 MHz der Skala eingestellt.
- Kern bei S1/S2 auf höchste Lautstärke eingestellt und mit Kerzenwachs befestigt.
Andere Einstellungsmöglichkeiten finde ich nicht.
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Hallo Herr Zimmrmann
Nach diesen Zeichen, ist für mich nicht erkenntlich, dass Sie irgendwo einen Fehler gemacht haben könnten.
Genauso wenig ersehe ich daraus, wo noch ein Fehler sein kann.
Aber, es muss ihn geben.
Bühne frei für weitere Ideen.
Einschub: Via e-Mail; der Kollege K. H. Bradtmöller (hat auch H. Zimmermann)
Zitat: "...Genauso wenig ersehe ich daraus, wo noch ein Fehler sein kann..."
Guten Tag,
das Gerät besitzt keinerlei Eingangsselektivität. Die Antenne geht direkt auf das Steuergitter der Vorröhre.
Je nach Senderpegel kommt es zu Oberwellenempfang, der von der Übersteuerung der Vorröhre herrührt.
Eventuell ist die Regelung nicht ausreichend justiert. Diese sollte testweise zurückgefahren werden um zu sehen, ob der Fehler dann noch auftritt.
Beste Grüße
K.-H. B.
________________________
Knoll
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Liebe Mitleser und Herr Zimmermann.
Bei fast 500 Kliks mit nur einer Zweitmeinung zeigt, dass es sich um einen nicht ganz einfachen Fall handelt.
Zwei Tatsachen die Herr Zimmermann am Telephon angab: Das variable Verkürzung-C (C12 typ. 375 bis 575pF Endwert) wurde mit Festkapaziäten + einen Keramiktrimmer (beide Werte sind mir nicht bekannt ersetzt worden) Das Oszillator-L, eine Luftspule im Becher, kann als gegeben angesehen werden. Nachdem bis dato, nicht bekannt ist, welche Frequenz der Oszillator bei eingedrehtem Rotor hat, muß unterstellt werden, dass Foz (min) falsch sein kann.
Der HF-Generator mit dem der Abgleich gemacht wurde, ist (geraten dieser BELCO ! Die Eichfrequenz = 2,4MHz (Grundwelle) soll stimmen. Diese Art von Generator hat aber die Eigenschaft, dass je tiefer die Sollfrequenz ist und dazu bei eingedrehtem Drehko, eine HF abgibt die neben der Grundwelle etliche Oberwellen enthält. In diversen Foren kann man das lesen. ( Mein Exemplar konnte nicht als brauchbar umgebaut werden)
Es ist also möglich, in Unkenntnis des Wertes von C12 und damit der wahren Kapazität des Oszillatorkreises, beim Skalenwert = 2,4MHz den Oszillator so abzustimmen, dass nicht die 2,4MHz gehört werden, sondern zumindest 2x Fosz (soll) oder gar 3x Fosz (soll). Das Ganze noch mit dem Effekt, dass jetzt mit einer dieser Oberwellen, die man wie folgt angeben kann: (um die ZF= 452Khz tiefer oder höher liegenden Oszillatorfrequenz) zum Mischen gearbeitet wird.
Daher stocken die Arbeiten bei mir.
Edit:
Die Aktionen Zimmermann / Knoll liefen seitdem via e-Mail.
der Kollege Drabek wird das Problem kollegial (via e-Mail) zu Ende bringen
h.m.knoll
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Oberschwingungen eines einfachen Prüfgenerators

Um zu testen, welche Oberschwingungen ein relativ einfacher Prüfgenerator produziert, steht zwar kein TE20 zur Verfügung, sondern ein PG2. Die gewählte Frequenz ist 2,4 MHz.
Hier zunächst die Zeitfunktion, dargestellt auf einem Oszilloskop Hameg HM312-8.
Die gemessene Zeitfunktion ist "fast" sinusförmig - oder etwa nicht? Bei genauer Betrachtung sieht man, daß die Maxima etwas zu "spitz" geraten sind. Folglich enthält diese Schwingung außer der Grundschwingung auch noch Oberschwingungen.
Das Spektrum dieser Schwingung wird nun mit einem HP 3588A Spektrum-Analysator gemessen.
Wie man aus dem gemessenen Spektrum erkennt, hat der vom PG2 gelieferte "Sinus" mehrere Oberschwingungen. Beim TE20 dürfte ein gemessenes Spektrum ähnlich aussehen. Denn in beiden (einfachen) Prüfgeneratoren ist der Oszillator mit einer Triode realisiert.
MfG DR
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
Die Sache wird nicht einfacher durch die Tatsache, dass auch Spiegelfrequenzempfang auftritt, eventuell auch mit den Oberschwingungen. Ohne exakte Kenntnis der Oszillatorfrequenzen in Bezug zur ZF ist da wohl wenig zu machen.
MfG M. Steyer
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Kann es sein, daß Herr Zimmermann Probleme/Schwierigkeiten hat, die schon mehrfach erbetene Oszillatorfrequenz bei eingedrehtem Rotor zu bestimmen?
MfG G.Linss
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Vielen Dank
an alle die mich bei der Lösung der beschriebenen Probleme unterstützen.
Meine Kenntnisse und meine Ausrüstung sind begrenzt.
Ich möchte aber nicht hinnehmen, dass ich sehr guten Empfang habe,
aber die oben beschriebenen Probleme nicht lösen kann.
Ich werde also dran bleiben, nach und nach Ihre Vorschläge abarbeiten
und mit Ihrer Hilfe hoffentlich auch Erfolg haben.
MfG
U. Zimmermann
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