Solid State FM-MW-LW 3 Band TFM-8300L

Sony Corporation; Tokyo

  • Year
  • 1971 ?
  • Category
  • Broadcast Receiver - or past WW2 Tuner
  • Radiomuseum.org ID
  • 352531

 Technical Specifications

  • Number of Transistors
  • 10
  • Semiconductors
  • Main principle
  • Superheterodyne (common); ZF/IF 455/10700 kHz
  • Wave bands
  • Broadcast, Long Wave and FM or UHF.
  • Power type and voltage
  • Dry Batteries / D: 4 x 1,5 Volt
  • Loudspeaker
  • Permanent Magnet Dynamic (PDyn) Loudspeaker (moving coil)
  • Power out
  • 2.5 W (max.)
  • Material
  • Various materials
  • from Radiomuseum.org
  • Model: Solid State FM-MW-LW 3 Band TFM-8300L - Sony Corporation; Tokyo
  • Shape
  • Portable set > 8 inch (also usable without mains)
  • Dimensions (WHD)
  • 240 x 210 x 85 mm / 9.4 x 8.3 x 3.3 inch
  • Notes
  • Anschlüsse für Kopfhörer, Tonbandaufnahme, Netzanschluss und Autoantenne 

  • Net weight (2.2 lb = 1 kg)
  • 2.2 kg / 4 lb 13.5 oz (4.846 lb)
  • Price in first year of sale
  • 248.00 DM
  • Mentioned in
  • - - Manufacturers Literature (Sony Gesamtprogramm 1971)
  • Author
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Mit bester Klanggüte! – Mit diesem Reklame-Ruf wird das Radio im Prospekt 1971 für den deutschsprachigen Raum angepriesen. Stimmt der Ausruf? – Wir werden es am Schluss sehen.

Zuerst werden wir uns um die malträtierte Antenne kümmern müssen. – Kann man ihr noch auf die Sprünge helfen?

Dann werden wir untersuchen müssen, warum die Abstimmung so ‚klebrig‘ wabbelig ist. – Ist es eine verklebte Drehkondensator-Achse?

Um alles zu erforschen, ist es aber erst einmal nötig, das Gerät auseinanderzunehmen. Gerade bei dieser alltäglichen Sache wird es spannend: das Radio geht ganz und gar nicht auseinander. Von unten her gibt es 4 Schrauben. Eine hält die Teleskopantenne, so stellt sich schnell heraus. 3 halten das Chassis. Sind sie gelöst, erwarte ich, dass ich das Chassis am Henkel nach oben abziehen können muss. Geht aber nicht! Eine Seite ist frei, aber die andere? – Es kommen gerade 1 ½ cm frei, dann stoppt es und geht nicht mehr weiter. Der Zug wird nach und nach erhöht. Aber man will das Radio ja nicht im Inneren zerreissen...

Forschungen im Internet führen zum Muttergerät des TFM-8300L. Das ist der TFM-8300 ohne L, für den japanischen Markt. Der ist da und dort auseinandergenommen worden; und jetzt fällt es mir wie Schuppen von den Augen!

Womit habe ich gerechnet? – Ich habe fest damit gerechnet, dass es sich um eine oben offene Kunststoffschachtel handelt, in die man das Chassis absenken kann, dass es also 2 Teile gibt: den Chassis-Oberteil, und einen Kunststoff-Unterteil. – Es sind aber drei Teile: der metallische Oberteil mit dem ganzen Chassis daran; einen ‚faltbaren‘ Kunstleder-Teil mit Lautsprecher darin in der Mitte; und einen Hartkunststoff-Unterteil,  Fuss und Batteriefach des Radios. – Mit diesem Wissen gelingt die Demontage.

Die Abstimmung geht durch eine Kunststoffachse auf ein kleines Zahnrad, das in ein grosses, innengezähntes Antriebsrad für den Drehkondensator führt. Der Drehkondensator-Achse helfe ich mit einem Öltropfen, ebenso der Achse. Danach ist das Schwammige beim Abstimmen verschwunden.

Die Antenne wird – trotz einem ziemlichen Knick in den unteren Rohren soweit wiederhergestellt, dass man sie wieder einschieben kann. Der obere Teil wird ersetzt durch einen passenden Auslauf. Wer der Sache nicht zu nahe kommt, merkt nichts.

Da das Grundrauschen auf AM mir zu stark vorkommt und UKW mir zu unempfindlich ist, sprühe ich die drei Wellenschalter. Während die Langwelle und die Mittelwelle nachher sehr gut sind, wird es auf UKW erst zufriedenstellend, sobald das Radio wieder zusammen ist, und die ausgesprochen lange Antenne wieder verwendet werden kann.

Die Bedienknöpfe starren vor Schmutz. Liebevoll werden sie saubergebürstet im Spülwasser. Die Anzeigeplatte? – Sie scheint lose zu sein… und doppelt ist sie auch. Der Klebe-Zement, den man verwendet hat vor 50 Jahren, er hat sich längst gelöst. Also werden beiden Platten sorgfältig gereinigt und nachher mit Schusterleim aufs Neue verleimt. Ich bin ein bisschen bange, dass der Leim den Kunststoff angreifen könnte, und dann: gute Nacht! – Das tut er aber nicht. Sauber hält jetzt wieder alles zusammen.

Nun also auf zum Radiohören: Langwelle mit BBC-Four aus Droitwich, mit Radio Algerien aus Algiers, mit Polskie Radio, und sogar mit Radio Romania aus Brasov auf 153 KHz. Die Mittelwelle ist recht belebt – wenn auch gewiss nicht zu vergleichen mit den Zeiten von ehedem.

UKW will man mir hier bald auch abschalten. Noch aber gibt es viele Sender. Die Empfangsleistung des Radios ist ganz gut – wenn genügend Saft da ist und der Sender richtig hereindonnert. Der hiesige Radiomeister will aber ausgerechnet NPO-4 hören, den klassischen Sender mit dem schwächsten Signal!

Nun kommt die Antwort auf die Frage, die Antwort an die Reklameheinis von einst: Mit bester Klanggüte? – Ja… schon… aber leider auf UKW nicht mit bester Kanaltrennung! – Die braucht es aber noch, solange die verrückten Ausschalter nicht alles ausgeschaltet haben…

Bruce Cohen, 31.Jan.24

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